Donnerstag, 26. April 2018
† William Christopher (1932-2016)

Er war hauptsächlich bekannt für seine Rolle des leise sprechenden Paters Francis Mulcahy in der Kultserie M*A*S*H. Nun ist der Schauspieler William Christopher an Silvester daheim im kalifornischen Pasadena im Alter von 84 Jahren an Lungenkrebs gestorben, wie sein Sohn John Christopher bestätigte. Er gehörte zur Stammbesetzung der elfjährigen Serie um die unbändigen Ärzte und Schwestern der mobilen 4077. Armee-Chirurgen-Einheit während des Koreakriegs.

Die Serie folgte dem gleichnamigen Kinohit von Robert Altman. Pater Mulcahy bemühte sich, geistliche Führung und Seelsorge in Mitten des Kriegsgrauens zu unterbreiten. Er schaffte es aber auch mit einer Kombination aus Humor, Wärme und direktem Rat, mit kriegsmüdem Personal und Gefechtsopfern verbunden zu sein, ohne rechthaberisch zu wirken. Er übernahm die Rolle von George Morgan, der in der Pilotfolge keine Dialoge hatte. Im Kinofilm wurde Mulcahy von Star Trek: Deep Space Nine-Schauspieler René Auberjonois gespielt.

William Christopher wuchs in Evanston (Illinois) auf und studierte Drama an der Wesleyschen Universität in Connecticut. Er spielte zunächst an regionalen Theatern und in Off-Broadway-Produktionen. Sein Broadway-Debüt hatte er an der Seite von Dudley Moore und Peter Cook in den 1962-64er Aufführungen von „Beyond the Fringe“. Es folgte eine nationale Tournee des Stücks, die ihn dazu veranlasste, nach Los Angeles zu ziehen.

Er trat auch in anderen Serien wie Ein Käfig voller Helden, Love Boat oder Zeit der Sehnsucht auf, sprach in der US-Synchro u.a. den Engelsschlumpf und spielte den Pater Mulcahy auch in der Ablegerserie After MASH. Auf der Leinwand sah man ihn u.a. in Der Glückspilz oder Wo bitte gibt's Bier an der Front?. 1989 veröffentlichte er mit seiner Frau Barbara das Buch „Mixed Blessings“, in dem es um ihre Erfahrung mit der Erziehung ihres autistischen Sohns Ned geht. Herr Christopher hinterlässt seine (vor über 50 Jahren geheiratete) Ehefrau sowie seine Söhne John und Ned. ■ mz

5. Januar 2017
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